Eine Nacht in Paris dürfte eigentlich nie zu Ende gehen — zu groß ist die kulturelle Auswahl. Alleine die Theaterlandschaft ist kaum überschaubar. Beginnen wir mit einer Kuriosität: Direkt am Place Saint Michel spielt das „Theatre de la huchette“ (1) seit über 50 Jahren das gleiche Stück von Ionesco und wird immer noch gut besucht.
Keine Mainstream-Gefahr! Später im „Hollywood Savoy“ (2) folgt auf die intellektuelle Auseinandersetzung dann eine gute Portion Ausgelassenheit. Tanzende und singende Kellnerinnen auf dem Tresen heizen die Stimmung an. Der nächste Zwischenstopp im Gewühl des Pariser Nachtlebens ist das Boot „Peniche Concorde Atlantique“ (3). Neben dem normalen Club- und Diskobetrieb findet hier sonntags auf der Seine eine Tanz-Matinee statt. Wer will, kann sich vom Tanzlehrer coachen lassen. Vom Schiff geht es unter die Brücke: Das „Show Case“ (4) unterhalb der „Pont Alexandre III“ in direkter Nachbarschaft von Grand Palais und Champs-Elysées ist derzeit eine der angesagten Locations der Stadt. Lange Schlange, nette Türsteher, wechselnde Mottos, DJs oder Live Acts. Alternativ oder sogar am selben Abend geht’s dann zum „Point Ephemere“ (5), das ist ein eher alternatives Kulturzentrum. Die zahlreichen Veranstaltungen locken aber immer ein junges Pariser Publikum an, das gut zu feiern weiß. Sehr gute Preise!