
Lange Jahre ist der 67-Jährige Kölner als Journalist durch die Weltgeschichte gereist. Dabei hat er seine Liebe zu Russland und dem Baltikum entdeckt. An diesem Wochenende geht es aber nach Paris: „Da war ich schon so lange nicht mehr.“
Hartmut Berger hat in seinem Leben viel Zeit im Flugzeug, auf dem Schiff oder im Zug verbracht. Als Fernsehjournalist und Kameramann hat er die Wende und den Zerfall der Sowjetunion hautnah miterlebt. Aus dieser Zeit stammt auch seine tiefe Verbundenheit mit den Menschen in Russland und auf dem Baltikum: „Ich bin schon so oft dort gewesen, ich kann es gar nicht mehr zählen.“ Er hat seinen Job eigentlich nie als Arbeit empfunden: „Genau genommen wurde ich dafür bezahlt, dass ich meine Neugierde stillen durfte – und Spaß hatte.“
Der Mann, der sich schon in den hintersten Ecken Sibiriens zurechtgefunden hat, wäre an diesem Wochenende aber ohne seine Begleitung aufgeschmissen. „Ich spreche tatsächlich kein Wort französisch. Den Part der Verständigung übernimmt heute meine Partnerin, die hat drei Jahre in Paris gelebt. Oder ich rede Russisch! Oder Englisch!“ Die beiden haben sich nach einigen Jahren mal wieder für eine Reise Richtung Westen entschlossen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten interessieren sie dabei kaum. „Den ganzen alten Kram kennt doch schon jeder. Wir streifen lieber durch die Viertel“, sagt Hartmut Berger und fügt gestikulierend hinzu, „ich habe mich immer schon mehr für Menschen interessiert.“
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